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Sitzender Dämon (1989)
Öl auf Holz, ca. 60 x 120 cm

Sitzender Dämon ist dem gleichnamigen Gemälde von Michail Aleksandrovic Vrubel aus dem Jahre 1890 nachempfunden.

Im Abgrenzung zu Vrubels Stil, der durch freskale Einfachheit der Farben und Linien lebt, schuf Kurzmann durch die kubistisch angelegte Komposition der Figur eine neue, ganz individuelle Version, die durch die wuchtig anmutenden Farben von kalten Blau- und Grautönen bis hin zu warmen, braunrötlich changierenden Erdfarben besticht. Diese Farbpalette unterstreicht eindrucksvoll die Wirkung des Dämonischen, Gewaltigen, während Vrubels Sitzender Dämon durch reich verwendete schwere Violetttöne eine düster-depressive Stimmung vermittelt.

Die gelungene Sythese von Nah-und Fernwirkung, Hell-Dunkelkontrast, Begrenztheit und Explosion macht Kurzmanns Bild für den Betrachter zum Erlebnis.

Kurzmann sieht den Dämon nicht wie Vrubel als gefallenen Engel, der auf den Zinnen des Kaukasus sitzend, zugleich hochmütig entrückt und doch einsam von Himmel und Erde ausgeschlossen zu sein scheint .

Der athletische Körper des Dämon in Kurzmanns Gemälde symbolisiert Aktivität und erscheint doch durch die kauernde Körperhaltung als passives, gedankenverlorenes Individuum. Dieser Kontrast setzt sich fort in der Umgebung: Der Dämon erscheint losgelöst von den tiefblauen Weiten des Universums und vermittelt zugleich den Eindruck von großer Erdverbundenheit, da die überwiegend in Erdtönen gehaltene Figur mit der felsigen Umgebung zu verschmelzen scheint.

Die kubistische, konturenreiche Darstellung des Sujets erlaubt dem Betrachter eine Vielzahl solcher Eindrücke.
Sitzender Dämon
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